Weltethos und Wirtschaft

Von Anfang an war die Auseinandersetzung mit ökonomischen Fragen zentraler Bestandteil der Weltethos-Thematik. Erste Ergebnisse publiziert Hans Küng 1997 in seinem Buch
»Weltethos für Weltpolitik und Weltwirtschaft«.
-›› siehe Weltethos-Literatur
Nach mehreren Skandalen und Krisen in Wirtschaft und Finanzwelt in den 1990er Jahren wird immer deutlicher, dass die globale Wirtschaft eine ethische Rahmenordnung braucht.
Mit Wirtschaftsethikern, Unternehmern und anderen Praktikern aus Wirtschaft und Wissenschaft hat die Stiftung Weltethos das Manifest
»Weltethos – Konsequenzen für globales Wirtschaften« erarbeitet. Dieses Manifest skizziert auf der Basis der »Erklärung zum Weltethos« zentrale Aspekte eines globalen Wirtschaftsethos, die für viele Bereiche wirtschaftlichen Handelns von grundlegender Bedeutung sind.
Im Herbst 2009 wurde das Manifest – in Kooperation mit dem UN Global Compact und der Novartis Stiftung – im UN-Hauptquartier in New York präsentiert und von namhaften Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Religion unterzeichnet. So unter anderem von James Wolfensohn, dem ehemaligen Präsident der Weltbank, von Daniel Vasella, CEO von Novartis, von Juan Somavia, dem Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO), von Prinz El Hassan bin Talal aus Jordanien (Augsburger Friedenspreis 2008) und von Desmond Tutu, Friedensnobelpreisträger aus Südafrika.
Das Manifest wurde bei weiteren internationalen Anlässen vorgestellt und diskutiert: an der Peking Universität, beim Jahres-Symposion der Novartis Stiftung in Basel und im Rahmen des Parlaments der Weltreligionen in Melbourne. Beim UN Global Compact Leaders Summit (New York, 23.–25. Juni 2010) wurde die internationale Verbreitung fortgesetzt.
Für den gesamten Prozess der Bekanntmachung und der Umsetzung des Manifests hat die Stiftung Weltethos eine eigene Webseite eingerichtet.
Dort ist der Text des Manifests in mehreren Sprachen zu finden, die Liste der Unterzeichner, sowie die Dokumentation des internationalen Verbreitungsprozesses. Alle Interessierten sind eingeladen, sich als »Unterzeichner« bzw. als »Unterstützer« des Manifests einzutragen.
-›› www.globaleconomicethic.org