Multimediale Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen
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Großformat-Ausstellung vom 28. Juni – 3. August 2003
Vom 28. Juni bis 3. August 2003 wurde die Ausstellung mit großem Erfolg in den Räumen der Tübinger Kunsthalle gezeigt. Es handelte sich dabei um eine stark erweiterte, vergrößerte und multimedial aufbereitete Form der gleichnamigen Ausstellung der Stiftung Weltethos, ergänzt durch Video-Präsentationen und Exponate aus den verschiedenen Religionen.
Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Welt der Religionen und deren Ethos. Folgende Religionen werden vorgestellt: Hinduismus, Buddhismus, Chinesische Religion, Judentum, Christentum, Islam. Die Ausstellung möchte dazu beitragen, die grundlegende Bedeutung gemeinsamer ethischer Standards für unsere heutige Welt besser zu verstehen.
-›› Info-Flyer dazu • pdf
Grundlage dieser Ausstellung ist das
Multimediaprojekt »Spurensuche. Die Weltreligionen auf dem Weg« und die Weltethos-Erklärung des Parlaments der Weltreligionen (Chicago 1993).
Die Ausstellung in Tübingen bestand aus folgenden Elementen:
48 zum Teil großformatige Stoffbilder, 91 Text- und Bildtafeln, 10 Vitrinen mit Exponaten aus Kunst und rituellem Leben der Religionen und 6 Multimedia-Stationen zur Dauerpräsentation der jeweiligen Spurensuche-Filme.
Ausstellungsprogramm
• In Kooperation mit den Schulämtern waren die
Schulen der Region eingeladen, die Ausstellung in ihre
Unterrichtsplanung einzubeziehen.
• Eine Schule veranstaltete im Kontext der Ausstellung ein
Film- und Diskussionsprojekt zum Kosovo-Krieg.
• Täglich gab es um 14.30 eine öffentliche
Einführung in die Ausstellung.
• Vor Ort wurden vertiefende
Materialien zum Kauf angeboten.
Während der Ausstellung fanden im zentralen großen Raum folgende öffentliche
Großveranstaltungen statt:
Brennende Zeitfragen
Hans Küng diskutierte mit Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kultur:
»Menschliches Leben – von Anfang an?«:
Mittwoch, 2. Juli 2003, 17 Uhr
mit Nobelpreisträgerin Prof. Christiane Nüsslein-Volhard
»Kommt Ethik gegen Wirtschaft an?«:
Mittwoch, 9. Juli 2003, 17 Uhr
mit Dr. Ing. Heinz Dürr (Bundesbahnpräsident a.D.).
»Müssen Politiker lügen?«:
Mittwoch, 16. Juli 2003, 19 Uhr
mit Prof. Lothar Späth (Ministerpräsident a.D.)
»Muss Religion frauenfeindlich sein?«:
Mittwoch, 23. Juli 2003, 17 Uhr
mit Bischöfin Maria Jepsen, der muslimischen Schriftstellerin Siba Shakib, Rabbiner Bea Wyler und SWR-Redakteurin Ursula Nusser
Begegnung mit Religionen – Podiumsgespräche
Buddhismus: Samstag, 5. Juli 2003, 17 Uhr
mit Franz-Johann Litsch (Deutsche Buddhistische Union), Alois Payer M.A. – Dr. Stephan Schlensog (Stiftung Weltethos)
Islam: Samstag, 12. Juli 2003, 17 Uhr
mit Gülsah Dogan (Muslim. Studentenvereinigung Tübingen), Bekir Alboga (Institut für deutsch-türkische Integrationsstudien Mannheim) – Dr. Günther Gebhardt (Stiftung Weltethos)
Judentum: Sonntag, 20. Juli 2003, 17 Uhr
mit Landesrabbiner Nethanael Wurmser – Prof. Karl-Josef Kuschel (Stiftung Weltethos)
Chinesische Traditionen: Samstag, 26. Juli 2003, 17 Uhr
mit Dr. Du Lun, Zhou Yi (Chin. Taiji-Schule Tübingen) – Bettina Schmidt M.A. (Stiftung Weltethos)
Musik
»Klangsteinmusik«: Donnerstag, 10. Juli 2003, 20 Uhr
mit dem Ensemble Klaus Feßmann / Friedemann Dähn / Manfred Kniel
»Frieden hören!«: Dienstag, 22. Juli 2003, 20 Uhr
Annäherungen an den Frieden über klassische Musik mit Prof. Dieter Senghaas
Eröffnet wurde die Ausstellung mit einer interkulturellen Vernissage Begrüßung: OB Brigitte Russ-Scherer
Einführung: Prof. Hans Küng
Abrahamische Religionen
Einführung: Prof. Karl-Josef Kuschel
Jüdisch-sephardisches Musikstück: Herr Haim Kapuja mit Begleitung
Muslimische Erzählung (Hansjörg Ostermayer): Goldene Regel
Chinesische Religion
Einführung: Prof. Hans Küng
Chinesischer Taiji: Frau Zhou Yi
Chinesische Erzählung (Hansjörg Ostermayer): Goldene Regel
Indische Religion
Einführung: Dr. Stephan Schlensog
Indischer Tanz: Caroline Gebert-Khan
Indische Erzählung (Hansjörg Ostermayer): Goldene Regel
Schluss
Dr. Götz Adriani
Indischer Tanz
Abschließender Hinweis
Die Großformat-Version der Ausstellung kann bei der Stiftung Weltethos ausgeliehen werden. Organisation und Durchführung der Ausstellung erfordern allerdings einen erheblichen logistischen und finanziellen Aufwand. Details sind mit der Stiftung Weltethos zu klären.